Lehrercoach
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© 1990-2010 Rolf Reinhold
Created at 22 Nov 2007
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"Was
auch immer Sie tun,
es ist jedesmal Ihre eigene
Entscheidung, ... ausnahmslos!"
integrieren, gemeinsam offen, mit durch von fuer einander lernen
Kontrolle foerdert "Unterlaufungskreativitaet" Druck fordert "Reaktanz" heraus Beide zusammen werden als "Devianz" bezeichnet
Lehrer werden ist nicht schwer ...
Bestimmte
berufsbedingte Problemstellungen hatten wohl alle Lehrer aller Zeiten
zu bewaeltigen. Niemals jedoch waren die Problemstellungen
vielfaeltiger, umfangreicher und komplexer, als sie es heute sind.
Lehrer sind, und das IST
eine ihrer berufsbedingten Problemstellungen, sehr reserviert
gegenueber Aussagen, durch die ihr Wissen tatsaechlich oder
auch nur indirekt in Frage gestellt wird. Insbesondere, wenn es dabei
um das berufliche Handeln von Lehrern geht. Soweit es sich nicht um
Aussagen von Koryphaeen der Methodik oder Didaktik
handelt.
Hier
werden wir sukzessive alle unsere Konzepte und Überlegungen
veroeffentlichen, die fuer Sie als Lehrer relevant sein
koennen.
Lesen Sie auch:
Ein erster Wirksamkeitsbericht
Empfehlenswert erscheint mir der Hinweis von Jochen Grell "Manchmal ist es
sinnvoller, ein Lehrer aendert sein eigenes Verhalten, anstatt dass
er taeglich erfolglos versucht, 35 oder 40 Schueler zu veraendern." (Quelle: http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=32047828&top=SPIEGEL)
...
den ich noch etwas radikaler formuliere "Aendern kann ich NUR BEI MIR
SELBER ... NIE den anderen". Sprich: Situationsangemessenes handeln
erfordert die Flexibilitaet, sich auf das oder die 'Gegenueber'
einstellen zu koennen, 'auf den anderen eingehen' zu koennen. Jedes 'standardisierte' Verhalten ignoriert die
'momentane Befindlichkeit des anderen', was den wiederum veranlasst,
sich 'ungerecht behandelt' zu fuehlen. Das wiederum drueckt sich in der
notwendigerweise folgenden 'Reaktanz' aus, die meistens zu Kettenreaktionen in dem jeweiligen Sozialsystem fuehren.
Individualisierung...
ist das Stichwort, das die allgemeine Richtung der derzeitigen
Reformbemuehungen charakterisiert. Fuer mich sieht es so aus, als ob
die Lehrerschaft dabei im Stich gelassen wird. "WIE soll ich das denn
ueberhaupt schaffen???" ist die berechtigte Frage desjenigen, der mit
deser Forderung allein gelassen wird.
"gemeinsam integriert lernen": forschen und
herausfinden.
Der Logik der ’vielfaeltigen Anknuepfung’ folgend koennen alle
Lernbereiche in allen Kontexten thematisiert werden. Von auszen betrachtet mag
es wie ‚’spielen’ aussehen, wenn das Konzept ’spielerische Integration’
praktiziert wird. Wenn Gelegenheiten genutzt werden, um ’rechnen’, ’englisch
sprechen’, ’singen’, ’bewegen’ in den aktuellen Zusammenhang einzufuegen,
widerspricht das deutlich den Regeln der Methodik.
Methodik gibt ’durch die Methode bestimmte Wege’ vor: Diese
Art der Festlegung wird zwar durch die vielfach propagierte ’Methodenvielfalt’
tendenziell in Frage gestellt, bleibt aber der Art nach 'Vorschrift'.
Wenn wir 'Vielfalt zugunsten situativer Flexibilitaet' den
Vorzug geben, geht es im 'Miteinander mit den Schuelern' um 'vielfaeltige
Moeglichkeiten der Interaktion'. Ein Mensch, der 'etwas nicht kapiert', ist
darueber vermutlich recht ungluecklich und braucht Unterstuetzung. Im Konzept
GEMEINSAM OFFEN LERNEN wird als die Aufgabe eines Lehrers betrachtet,
HERAUSZUFINDEN, WIE der Schueler so an die Zusammenhaenge herangefuehrt werden
kann, DASS er sie kapiert und die Operationen ausfuehren kann. Genau darin
besteht der Anteil 'GEMEINSAM OFFEN' dieses Konzepts, dass der Lehrer sich bei
diesem 'herausfinden' selber als 'lernend' betrachtet und sich auch dazu
bekennt. In diesem Sinne kann ALLES beruecksichtigt und als Bereicherung
betrachtet werden, was je im Rahmen 'Methodik' vermittelt wurde. Und darueber
hinaus koennte jede Herangehensweise jedes Kollegen 'neue Blickwinkel auf die
gemeinsame berufliche Problematik' bereichernd wirken. Produktiv umsetzen laesst
sich die Herangehensweise eines Kollegen allerdings nur dann, wenn dieser seine
Sicht der Zusammenhaenge auch erlaeutern kann. Denn die Art der Betrachtung ist
entscheidend fuer die Wirksamkeit der Aktivitaet.
Das 'WIE' der Gestaltung des Miteinanders von Lehrern und Schuelern, das durch die 'Methodik'
bestimmt werden soll, ist ohnehin deutlich durch das Verhalten des Lehrers
gepraegt. Der Anteil der Schueler an diesem 'WIE' schwankt zwischen 'mitmachen'
und 'stoeren'. Wenn wir diese beiden Gegensaetze als Extrempunkte einer Skala
betrachten, finden wir dort Zwischenwerte wie 'sich aktiv beteiligend',
'aufmerksam folgend', 'abgelenkt', 'vor sich hin traeumend', 'geistig abwesend',
'unaufmerksam'. Es widerspricht allen Einsichten der Lernforschung, den
'Optimalzustand' 'mitmachen' fuer jeden Schueler in jedem Moment vorauszusetzen.
Wer sich selber in vergleichbaren Sitautionen beobachten konnte, kennt all
diese 'Zwischenwerte der Aufmerksamkeit' auch von sich selber. Wer von einem
'Gleichtakt des Lernens' ausgeht, ignoriert diese Lebenserfahrung und damit
bedauerlicherweise auch die momentane Befindlichkeit der einzelnen Schueler.
Der deutlich darin liegende Vorwurf geht allerdings nicht an
den einzelnen Lehrer, sondern an die 'Lehrer der Lehrer', die
'Frontalunterricht' propagieren. Denn in dieser Situation hat ein Lehrer 'eine
Masse' vor sich, die ueberhaupt nicht anders als durch 'Gleichtakt' 'zu
irgendetwas zu bewegen' ist. Das 'forschen und herausfinden', das nach den
Befunden der Hirnforschung als die entscheidende Basis und Voraussetzung von
jeglichem 'lernen' betrachtet werden muss, wirkt unter diesen Bedingungen
lediglich als 'Stoerfaktor'. Das, was 'der MENSCH Lehrer' seinen Schuelern voraus
hat, ist letztlich seine 'Lebenserfahrenheit', die ihm ermoeglicht,
'Zusammenhaenge vermitteln' zu koennen, soweit er diese fuer sich selber bereits
erforscht hat. Falls er dabei dem 'kennlernen der Moeglichkeiten und
Zusammenhaenge' den Vorrang vor dem 'vermitteln von Fakten' geben kann, entsteht
'gemeinsame Aktivitaet', an der jeder Schueler sich beteiligen kann. Wenn er
dabei auch noch den 'MENSCH Schueler' mit all seinen individuellen
Voraussetzungen im Vordergrund sieht, DANN kann 'gemeinsam lernen' entstehen.
Ein praxisorientiertes Seminar zu dieser Thematik kann jederzeit organisiert werden.
Fuer Interessierte:
Telefon +49
47 79 82 87 oder
eMail
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©1990-2010 Rolf Reinhold
Last updated at 23 Feb 2010
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